Wenn Qualitätsprobleme nicht messbar sind, aber Kunden sie spüren
Ein Kunde aus der Kunststoffverarbeitung stand vor einer scheinbar widersprüchlichen Situation:
Immer wieder meldeten einzelne Kunden Fäden, Staub oder Verunreinigungen im Material. Die Reklamationen traten unregelmäßig auf, waren nicht eindeutig reproduzierbar – und dennoch deutlich genug, um Zweifel an der Produktqualität zu säen.
Intern wurde intensiv geprüft. Die Qualitätssicherung analysierte Proben, erhöhte die Stichprobendichte und überprüfte Prozesse. Doch das Ergebnis blieb unverändert: keine messbare Abweichung.
Währenddessen entwickelte sich der Markt weiter – nur nicht im Sinne unseres Kunden. Erste Abnehmer reagierten sensibel, stellten die Qualität infrage oder wechselten sogar den Lieferanten. Parallel kam es in der Produktion vereinzelt zu unerklärlichen Stillständen durch Materialmangel, ohne dass ein klarer Zusammenhang erkennbar war.
Die zentrale Frage lautete:
Wo entsteht ein Problem, das intern nicht nachweisbar ist – aber beim Kunden sichtbar wird?