Produktionsstabilität zurückgewonnen - mit intelligenter Fördertechnik und systematischer Analyse

Wiederkehrende Störungen im Produktfluss, Qualitätsverluste und hohe Ausfallkosten erfordern mehr als kurzfristige Einzelmaßnahmen. Erfahren Sie, wie durch gezielte Analyse, Versuche und eine intelligente Förderlösung eine Produktionsanlage nachhaltig stabilisiert werden konnte.

In einer Produktionsanlage für faserverstärkte Kunststoffe kam es wiederholt zu Störungen im Produktfluss, die sich im Laufe der Zeit zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Problem entwickelten. Nach dem Auftreten von Produktverunreinigungen häuften sich die Störungen in den Förderanlagen. Der Materialfluss stockte, es kam zu Produktionsstillständen, Produktaustritt in Bogenbereichen auf dem Werksgelände sowie zu Fadenbildung und damit verbundenen Qualitätsverlusten. Da die Ursachen nicht eindeutig lokalisierbar waren und sich die Problematik an verschiedenen Stellen der Anlage zeigte, wurden immer wieder einzelne Symptome behandelt, ohne die eigentliche Ursache nachhaltig zu beseitigen. Die Folge waren zunehmende Ausfälle und stetig steigende Kosten.

Um die Situation strukturiert zu bewerten, wurde zunächst im Rahmen einer Systemanalyse der Sachverhalt eingegrenzt und gemeinsam mit dem Kunden die Zielsetzung definiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Erhaltung der Produktqualität sowie die Entwicklung einer Lösung, die sich sinnvoll in die Wartungsintervalle der Produktionsanlage integrieren lässt und perspektivisch auch eine prädiktive Instandhaltung unterstützt. Auf dieser Grundlage wurde ein modular aufgebautes Programm erstellt, das den individuellen Sachverhalt Schritt für Schritt und mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand bearbeitet.

Im nächsten Schritt erfolgte eine Laboranalyse. Dabei wurden aus der Produktpalette des Herstellers die kritischen Produkte identifiziert und mit unserer Produktdatenbank abgeglichen. Auf Basis der vorhandenen Verschleißerfahrungen konnten die Produkte des Kunden klassifiziert und daraus ein gezieltes Versuchsprogramm abgeleitet werden. So entstand eine belastbare Grundlage, um die Problemstellung nicht nur aus der betrieblichen Beobachtung heraus, sondern auch technisch fundiert zu bewerten.

Anschließend wurden in gezielten Versuchen definierte Einflussparameter untersucht und in ihrer Wirkung auf Produktverhalten, Förderung und Verschleiß analysiert. Die Ergebnisse wurden in einer Matrix zusammengeführt, die die relevanten Abhängigkeiten transparent machte und eine gezielte Lösungsentwicklung mit reduziertem Aufwand für den Anlagenbetrieb ermöglichte.

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden abschließend in einem Bericht zusammengefasst, der mögliche Lösungsansätze aus der Perspektive des Kunden bewertete - stets mit dem Ziel, Produktqualität und Produktionsstabilität auf höchstem Niveau sicherzustellen. Im vorliegenden Fall wurde neben einer verschleißgeschützten Schleuse die Förderung auf eine Langsamförderung mit intelligenter Regelung „INTACON“ umgebaut. Durch diese Anpassung läuft die Produktionsanlage seither stabil. Die zuvor aufgetretene Fadenbildung trat nicht wieder auf, und aufgrund der deutlich reduzierten Fördergeschwindigkeit konnte die Standzeit von wenigen Monaten auf mehrere Jahre erhöht werden.

Besonders wertvoll ist dabei, dass die Lösung nicht nur das aktuelle Problem beseitigt hat, sondern auch zukünftige Anforderungen berücksichtigt. Neue Produktvarianten werden automatisch erkannt und ebenso stabil gefördert. Damit wurde nicht nur eine akute Störung behoben, sondern eine langfristig tragfähige und zukunftssichere Lösung für den gesamten Prozess geschaffen.

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